Medizinprodukte müssen hohe Anforderungen an Oberflächenqualität, Sauberkeit und Funktionalität erfüllen. Ob Katheter, Katheterschläuche, implantierbare Komponenten, Laborverbrauchsmaterialien oder chirurgische Instrumente: Die Oberflächeneigenschaften können entscheidend für die Produktleistung, Prozesssicherheit und nachgelagerte Fertigung sein. Eine zuverlässige Oberflächenvorbereitung ist daher für Prozesse wie Kleben, Beschichten und Funktionalisieren unerlässlich.
Gleichzeitig stellt jede medizinische Anwendung eigene Anforderungen. Bei manchen Bauteilen muss vor dem Kleben oder Beschichten die Benetzbarkeit verbessert werden. Andere erfordern eine wirksame Reinigung oder gezielt eingestellte Oberflächeneigenschaften. Bauteilgeometrie, Behandlungsziel, Produktionsumgebung und nachfolgende Prozesse bestimmen die Wahl der geeigneten Oberflächenbehandlung.
In diesem PlasmaTalk erläutert Erhard Krampe, wie Plasmatechnologien diese unterschiedlichen Anforderungen in medizinischen Anwendungen erfüllen können. Im Mittelpunkt stehen drei zentrale Bereiche der medizinischen Oberflächenmodifikation: Oberflächenaktivierung, Reinigung und Funktionalisierung durch gezielt eingestellte Oberflächeneigenschaften und Beschichtungen. Praxisbeispiele aus Kathetersystemen, Implantatkomponenten und medizinischen Polymeren zeigen das Potenzial der Plasmaoberflächenbehandlung in der Medizinproduktefertigung.
Die Anwendung bestimmt die Plasmatechnologie
Welcher Plasmaprozess geeignet ist, hängt von der jeweiligen Anwendung ab. Einige medizinische Bauteile profitieren von einer selektiven oder lokalen Behandlung. Andere erfordern eine vollflächige Behandlung komplexer dreidimensionaler Geometrien oder schwer zugänglicher Bereiche.
Mit Openair-Plasma® und AURORA-Plasma bietet Plasmatreat Technologien für Atmosphärendruck- und Niederdruckplasma. Openair-Plasma® ermöglicht eine selektive, lokale oder großflächige Behandlung unter atmosphärischen Bedingungen und lässt sich in automatisierte, kontinuierliche Produktionsprozesse integrieren. AURORA-Plasma arbeitet unter kontrollierten Niederdruckbedingungen und ermöglicht die vollflächige Behandlung komplexer dreidimensionaler Geometrien und schwer zugänglicher Bereiche.
So lässt sich die Plasmatechnologie gezielt auf die Anforderungen des Bauteils, der Oberfläche und des Fertigungsprozesses abstimmen. Die Teilnehmenden erfahren, welche Kriterien den geeigneten Behandlungsansatz bestimmen und wann Atmosphärendruck- oder Niederdruckplasma besondere Vorteile bietet.
Das erwartet Sie
- Oberflächenaktivierung: Wie Plasma Medizinprodukte für nachfolgende Klebe-, Beschichtungs- und Fertigungsprozesse vorbereitet.
- Reinigung: Wie Plasmaprozesse anspruchsvolle Reinigungsanforderungen in medizinischen Anwendungen erfüllen können.
- Oberflächenfunktionalisierung: Wie gezielt eingestellte Oberflächeneigenschaften spezifische Anforderungen erfüllen und nachfolgende Beschichtungsprozesse unterstützen.
- Medizinische Anwendungsbeispiele: Einblicke in die Plasmaoberflächenbehandlung von Kathetern, Katheterschläuchen, Implantatkomponenten und medizinischen Polymeren.
- Technologieauswahl: Wie Anwendung, Geometrie, Behandlungsziel und Produktionsumgebung die Wahl zwischen Openair-Plasma® und AURORA-Plasma beeinflussen.
- Medizinische Oberflächenmodifikation: Aktuelle Einsatzmöglichkeiten von Atmosphärendruck- und Niederdruckplasma in der Medizinproduktefertigung.
Praxisnahe Einblicke und Live-Fragerunde
Der 40- bis 60-minütige PlasmaTalk bietet praxisnahe Einblicke in die Plasmaoberflächenbehandlung für medizinische Anwendungen. Anschließend können die Teilnehmenden ihre Fragen in einer Live-Fragerunde stellen.
Haben Sie konkrete Fragen zu einer Anwendung, einem Werkstoff oder einem bestehenden Produktionsprozess? Senden Sie diese gerne vorab an academy@plasmatreat.com.