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Effiziente Oberflächenprozesse für Aluminium

ALUMINIUM 2026: Plasmatreat präsentiert chemiefreie Plasmareinigung und Korrosionsschutz

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Eine saubere Oberfläche ist die entscheidende Voraussetzung für belastbare Klebverbindungen, zuverlässige Dichtsysteme und langlebige Bauteile aus Aluminium. Mit steigenden Anforderungen an Funktionalität und Qualität gewinnen Oberflächenbehandlung und Korrosionsschutz zunehmend an Bedeutung. Ob im Automobilbau, Maschinenbau, in elektronischen Baugruppen oder bei Batteriegehäusen für Energiespeicher: Reinigung und Korrosionsschutz sind zentrale Prozessschritte, um eine dauerhaft hohe Bauteilqualität sicherzustellen.

Wie sich das wirtschaftlich, ressourcenschonend und zuverlässig lösen lässt, zeigt die Plasmatreat GmbH auf der ALUMINIUM 2026 in Düsseldorf. Im Surface Pavillon in Halle 3, Stand 3F70-01 präsentiert das Unternehmen Plasmatechnologien zur Reinigung, Aktivierung und Funktionalisierung von Aluminiumbauteilen entlang der industriellen Prozesskette. Im Fokus stehen atmosphärische Plasmaverfahren für die Integration in automatisierte Fertigungslinien. Sie bieten eine umweltfreundliche Alternative zu nasschemischen Verfahren und bereiten Aluminium gezielt auf Verkleben, Abdichten, Lackieren oder Beschichten vor.

Wenn Aluminiumoberflächen zum entscheidenden Qualitätsfaktor werden

Ob Aluminiumguss, Strangpressprofil, Batteriegehäuse oder Präzisionsbauteil: Wie zuverlässig anschließende Fertigungsschritte gelingen, entscheidet sich häufig bereits an der Bauteiloberfläche.

Trennmittel, Ziehöle, Kühlschmierstoffe, Partikel aus der Herstellung oder natürliche Oxidschichten können Adhäsion und Funktionalität beeinträchtigen. Das wirkt sich unmittelbar auf Kleb-, Dicht- und Beschichtungsprozesse aus. Hersteller benötigen daher Verfahren, mit denen sich Aluminium reproduzierbar behandeln lässt – ohne zusätzliche Prozessschritte, lange Taktzeiten oder aufwendige Chemie in der Fertigung.

Selektiver, geprüfter, Korrosionsschutz für langlebige Aluminiumbauteile

In vielen Anwendungen muss Aluminium nicht nur sauber und haftfähig sein, sondern auch dauerhaft vor Korrosion geschützt werden. Bei Batteriegehäusen, Elektronikkomponenten oder industriellen Dichtsystemen können bereits kleine Schwachstellen später zu Funktions- oder Qualitätsproblemen führen.

Mit PlasmaPlus AntiCorr zeigt Plasmatreat ein Plasmaverfahren, bei dem automatisiert eine funktionale Nanobeschichtung gezielt auf definierte Bauteilbereiche aufgebracht wird. Der Plasmastrahl trägt dabei eine minimale Menge eines Präkursors auf und erzeugt so die gewünschte Funktionalität. Die Beschichtung schützt neuralgische Stellen vor Unterwanderungskorrosion und unterstützt die dauerhafte Funktion von Dicht- und Verbindungssystemen.

Da nur die tatsächlich benötigten Bereiche behandelt werden, lassen sich Materialeinsatz, Chemikalienverbrauch und Logistikaufwand senken. Gleichzeitig ist die Technologie für den Einsatz in der Fertigungslinie ausgelegt. Sie wurde bereits umfassend geprüft und erfüllt die Anforderungen gängiger Klima- und Korrosionsprüfungen, darunter Salzsprühnebeltests nach PV1209 sowie die Korrosionsklassen VW 96380 und VW 51500-1.

Inlinefähige Oberflächenbehandlung direkt in der Fertigung

Die Grundlage für stabile Folgeprozesse bildet eine saubere, definierte Bauteiloberfläche. Mit Openair-Plasma bietet Plasmatreat eine Lösung, die im Atmosphärendruck arbeitet und lediglich Druckluft und elektrische Energie nutzt. Aluminiumbauteile können so direkt nach der Herstellung oder unmittelbar vor der Weiterverarbeitung gereinigt werden. So entstehen die Voraussetzungen für stabile Klebe-, Dicht- und Beschichtungsergebnisse.

Ein besonderer Vorteil liegt in der selektiven Anwendung: Plasma wird nur dort eingesetzt, wo eine Funktion benötigt wird, zum Beispiel auf Klebeflächen, Dichtbereichen oder definierten Kontaktzonen. Im Vergleich zur Galvanik kann die Behandlung im Werk oder sogar direkt in der Produktionslinie stattfinden. Transportkosten und CO₂-Emissionen werden gesenkt, Ressourcen geschont und Fertigungsprozesse verkürzt.

Die Plasma Control Unit (PCU) ergänzt die Behandlung um eine prozesssichere Überwachung und Dokumentation relevanter Parameter, sodass sich die Ergebnisse reproduzierbar absichern lassen.

„Aluminium wird in immer mehr Anwendungen als hochfunktionaler Werkstoff eingesetzt. Damit gewinnen saubere, definierte und funktionsgerechte Oberflächen an Bedeutung. Gleichzeitig suchen Unternehmen nach wirtschaftlichen und nachhaltigeren Alternativen zu klassischen Vorbehandlungsverfahren. Plasmatechnologien ermöglichen es, Bauteile gezielt und inline für die Weiterverarbeitung vorzubereiten. Genau darin sehen wir großes Potenzial für die Aluminiumindustrie“, erklärt Lukas Buske, Geschäftsführer der Plasmatreat GmbH.

Hartnäckige Verunreinigungen gezielt entfernen

Nicht jede Aluminiumoberfläche lässt sich mit demselben Reinigungsansatz behandeln. Während Openair-Plasma viele organische Rückstände effizient entfernt, erfordern komplexere Verschmutzungen aus Fertigungs- und Bearbeitungsprozessen häufig eine erweiterte Lösung.

Mit HydroPlasma hat Plasmatreat eine Technologie entwickelt, die Atmosphärendruckplasma mit Wasser als zusätzlichem Prozessmedium kombiniert. Dabei entstehen hochreaktive Spezies, die organische und anorganische Rückstände von der Bauteiloberfläche lösen können. Das Verfahren eignet sich besonders für Aluminiumkomponenten, bei denen hartnäckige Verunreinigungen die weitere Verarbeitung beeinträchtigen.

Wie Openair-Plasma ist auch HydroPlasma für automatisierte Linien geeignet und kommt ohne zusätzliche chemische Reinigungsmittel aus. Dadurch lassen sich anspruchsvolle Reinigungsaufgaben direkt in bestehende Fertigungsabläufe integrieren. Hersteller können so die Prozesssicherheit bei Kleb-, Dicht- und Beschichtungsanwendungen erhöhen und den Einsatz klassischer Nasschemie weiter reduzieren.

Praxisnahe Lösungen für die Aluminiumindustrie

Mit seinem Messeauftritt richtet sich Plasmatreat an Hersteller und Verarbeiter von Aluminiumbauteilen, Fachkräfte aus der Oberflächentechnik sowie Verantwortliche aus Produktion, Entwicklung und Projektmanagement.

Statt einzelne Produkte in den Vordergrund zu stellen, zeigt das Unternehmen praxisnahe Ansätze für höhere Prozesssicherheit, zuverlässige Haftung, gezielten Korrosionsschutz und die Integration effizienter Vorbehandlung in automatisierte Produktionslinien.