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Industrielle Plasmavorbehandlung mit Plasmatreat

Die Oberflächenmodifizierung durch eine Plasmabehandlung, die auf unterschiedlichen Oberflächen vorteilhafte Materialeigenschaften hervorruft, hat längst das Interesse der Industrie geweckt. In hochmodernen Verfahren lassen sich heute Plasmaherstellung und -anwendung kontrollieren, präzisieren und die Prozesse reproduzieren. Das macht es möglich, Oberflächen in großem Stil durch direkte Plasmaeinwirkung zu reinigen sowie in ihrer Struktur und ihren daraus resultierenden Eigenschaften zu verändern. Anwendern stehen dabei verschiedene Plasmaverfahren zur Verfügung.

Vakuum- bzw. Niederdruckplasma – Ganzheitliche Behandlung im Batch-Verfahren

Ein bereits seit längerer Zeit am Markt verfügbares Plasma-Verfahren zur industriellen Vorbehandlung von Bauteilen ist das Vakuum- bzw. Niederdruckplasma, das zwischen zwei Elektroden durch elektromagnetische Hochfrequenzfelder erzeugt wird. Diese Plasmen werden in geschlossenen Kammern im Vakuum (10-3 bis 10-9 bar) erzeugt. Dafür werden die entsprechenden Bauteile in einer separaten, von der Fertigungslinie getrennten Druckkammer behandelt. In der Vakuumkammer werden durch das Anlegen elektromagnetischer Felder die in der Kammer enthaltenen Gase oder Gasgemische ionisiert und somit in den hochreaktiven Plasmazustand überführt. Die Oberflächeneigenschaften der eingebrachten Bauteile werden durch die Wahl der Gaszusammensetzung (Luft, Stickstoff, Sauerstoff u. a.) und die Art der Energieeinkopplung (DC, kHz, MHz oder GHz) gezielt verändert.

Im Niederdruckplasmaverfahren werden die eingebrachten Bauteile großflächig behandelt. Vor der Weiterverarbeitung ist eine Wartezeit erforderlich. Das macht den Prozess sehr aufwändig, vor allem in der industriellen Behandlung von Substraten in größerer Stückzahl.

Übersicht Niederdruck-Plasmasysteme

Atmosphärische Plasmalösungen – Hocheffiziente Plasmareinigung, Aktivierung und Nanobeschichtung

Die Atmosphärendruck-Plasmavorbehandlung ist eines der effizientesten Plasmaverfahren zum Reinigen, Aktivieren oder Beschichten von Kunststoffen, Metallen (z. B. Aluminium), Glas, Recyclingmaterialien und Verbundwerkstoffen. Im Vergleich zur Niederdruck-Plasmatechnik ist bei der Openair-Plasma® Technologie kein spezielles Kammersystem erforderlich. Warum ist das so? Weil nur Openair-Plasma® den Einsatz modernster Oberflächenmodifikationstechnologie unter Atmosphärendruckbedingungen ermöglicht.

Durch dieses Alleinstellungsmerkmal kann diese Plasma-Oberflächentechnik kostengünstig direkt in die Produktionslinie mit Robotersteuerung integriert werden. Das breite Anwendungsspektrum von Openair-Plasma® macht es zu einer Schlüsseltechnologie für die innovative Oberflächenvorbehandlung. Die Behandlung mit Atmosphärendruckplasma ist damit besonders wirtschaftlich und als Alternative zu Niederdruckplasma- und Coronaverfahren weit verbreitet.

Übersicht Atmosphärendruck-Plasmasysteme

The high intensity of Openair-Plasma® treatment makes it possible to significantly streamline the entire process.

Dr. Frank Kukla, Business Manager, CeraCon GmbH

Openair-Plasma® – Inline integriert für eine gezielte, selektive Behandlung

Atmosphärisches Plasma wird unter Normaldruck erzeugt. Daher sind für diesen Prozess keine Niederdruckkammern erforderlich. Dank der patentierten Openair-Plasma® Düsentechnologie ist es gelungen, ein sehr effektives und dennoch schonendes, potentialfreies Plasma unter Normaldruckbedingungen direkt in Fertigungsprozesse zu integrieren. Diese Inline-Fähigkeit des atmosphärischen Plasmas ermöglicht eine einfache Integration in bestehende Produktionslinien.

Das Openair-Plasma® modifiziert mit Hilfe von ionisierter Druckluft die zu behandelnden Oberflächen. Hierfür hat Plasmatreat Düsen entwickelt, mit denen der Plasmastrahl punktgenau auf das Substrat aufgebracht wird. Die verwendeten Düsenköpfe sowie die optimalen Parameter, wie Intensität und Abstand des Plasmastrahls, werden individuell an die jeweilige Anwendung angepasst und berücksichtigen die Gegebenheiten vor Ort, wie z. B. die Geschwindigkeit des Bauteiltransports; eine Kernkompetenz von Plasmatreat.

Diese innovative Plasmatechnologie ist auf allen Arten von Oberflächen anwendbar und führt zu einer mikrofeinen Reinigung und hohen Aktivierung des Substrats.

Features & Advantages

Openair-Plasma® technology compared to other pretreatment processes

  • HIGH PROCESS RELIABILITY Openair-Plasma® technology is distinguished by high fail-safety and process reliability.
  • HIGH COST-EFFECTIVENESS High process speed, even in multi-shift operation, and lower scrap rates provide high process efficiency. Because it allows for flexible material selection, the Openair-Plasma® process also facilitates the use of more advantageous materials.
  • HIGH DEGREE OF ACTIVATION Unlike corona treatment, Openair-Plasma® permits a high degree of activation of the surfaces to be treated.
  • ENVIRONMENTALLY FRIENDLY The Openair-Plasma® process makes it possible to treat surfaces with solvent-free and VOC-free methods. Unlike electrochemical processes, such as galvanizing or galvanically-supported pickling and chrome plating, wet chemistry is not required.
  • EASY TO INTEGRATE In contrast to mechanical processes, like roughening and sand or aluminum oxide blasting, Openair-Plasma® can easily be integrated inline in existing processes.
  • LARGE PROCESS WINDOW Openair-Plasma® permits a large process window: The danger of thermal component damage is extremely low in comparison to flaming.

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