Fensterbau Frontale: Plasma as a Key Technology for Joining Window Profiles
Die Plasmatreat GmbH, Spezialist für atmosphärische Plasmatechnologie für Vorbehandlung von Oberflächen, stellt erstmals auf der Fensterbau Frontale, 24.03. - 27.03. 2026 in Nürnberg, aus. Auf der internationalen Leitmesse für Fenster, Türen und Fassaden zeigt das Unternehmen auf Stand 150 in Halle 3, wie sich mithilfe von Openair-Plasma zentrale Herausforderungen in der Herstellung und Weiterverarbeitung von Fensterprofilen zuverlässig lösen lassen – von der Profilummantelung über die Lackierung bis hin zur Direktverglasung.
Steigende Anforderungen an Materialien und Prozesse im Fensterbau
In der Fensterprofilherstellung müssen heute unterschiedlichste Materialien sicher miteinander verbunden werden. Profile aus PVC, Polypropylen, Holz-Kunststoff-Verbundstoffen oder Aluminium stellen jeweils spezifische Anforderungen an die Oberflächenvorbehandlung. Gleichzeitig nimmt die Vielfalt an Profilgeometrien zu: Neben Stangenware werden zunehmend auch Halberzeugnisse, wie verschweißte Rahmen, komplexe Isolationsprofile oder Fassadenelemente gefertigt, die auch in schwer zugänglichen Bereichen eine gleichmäßige Oberflächenbeschaffenheit für nachfolgende Produktionsschritte, wie Verkleben, erfordern. Hersteller stehen häufig vor der Aufgabe, hohe Prozesssicherheit, steigende Qualitätsanforderungen und wirtschaftliche Effizienz miteinander zu verbinden.
Grenzen klassischer Vorbehandlungen
Traditionell kommen in der Profilherstellung nasschemische Verfahren oder Primer bei der Vorbehandlung zum Einsatz. Diese sind zwar etabliert, geraten jedoch zunehmend unter Druck. Emissionen, Lösemittel, Trocknungszeiten sowie regulatorische und gesetzliche Anforderungen erschweren den Einsatz und erhöhen den Prozessaufwand. Zudem sind Primer häufig material- und anwendungsabhängig, was die Reproduzierbarkeit und Flexibilität im Produktionsalltag einschränkt.
Gesucht sind daher Alternativen, die ohne Chemie auskommen, inline-fähig sind und auch bei hohen Prozessgeschwindigkeiten stabile Haftfestigkeitswerte bei z.B. der Ummantelung liefern – unabhängig von Material und Geometrie.
Openair-Plasma: Inline-Vorbehandlung ohne Chemie
Die Openair-Plasma Technologie von Plasmatreat erfüllt diese Anforderungen. Die atmosphärische Plasmavorbehandlung reinigt und aktiviert Oberflächen mit einer Kombination aus Druckluft und elektrischer Energie. Organische Verunreinigungen wie Additive oder Trennmittel werden zuverlässig entfernt, gleichzeitig wird die Oberflächenenergie gezielt erhöht und somit die Benetzbarkeit verbessert. Dadurch haften Folien, Lacke und Klebstoffe dauerhaft – auch auf niederenergetischen Substraten wie PVC oder Polypropylen.
Im Vergleich zur Primerbehandlung arbeitet das Verfahren trocken, lösemittelfrei und ohne zusätzliche Logistikaufwand. Die Plasmabehandlung wirkt lokal und selektiv und lässt sich flexibel in bestehende Extrusions- und Weiterverarbeitungslinien integrieren.
Bewährt in zentralen Anwendungen der Profilherstellung
Im Fensterbau kommt Openair-Plasma unter anderem bei der Profilummantelung, der Lackierung von Kunststoff- und Metallprofilen sowie bei der Herstellung von Spacer-Profilen zum Einsatz. Auch bei der Direktverglasung ermöglicht die Plasmavorbehandlung eine sichere, automatisierbare Verklebung, etwa mit 1K-PU-Klebstoffen. Die Aktivierung erfolgt unmittelbar vor dem Klebstoffauftrag und sorgt für gleichbleibend hohe Qualität.
Die Plasmavorbehandlung liefert reproduzierbare Ergebnisse und erfüllt unter Benutzung geeigneter Klebstoffe auch die Anforderungen der in der RAL-Gütesicherung benannten Werte; direkt gemessen und nach Thermolyse- und Hydrolysetests. Hier werden Werte erreicht, die mit klassischen Primerprozessen vergleichbar sind – bei gleichzeitig deutlich reduziertem Prozessaufwand und positivem Einfluss auf den CO2-Fußabdruck.
Ökonomisch, nachhaltig und zukunftssicher – Live auf der Fensterbau Frontale
Da Openair-Plasma vollständig ohne Chemikalien auskommt, entfallen Lagerhaltung, Emissionen und Entsorgung von Verbrauchsstoffen. Dies reduziert Kosten, vereinfacht Prozesse und verbessert die Umweltbilanz. Bestehende Produktionslinien lassen sich in der Regel ohne großen Aufwand nachrüsten.
Mit ihrem ersten Auftritt auf der Fensterbau Frontale positioniert sich Plasmatreat als Technologiepartner für die Fenster- und Fassadenindustrie und zeigt, wie sich Qualität, Effizienz und Nachhaltigkeit in der Profilherstellung miteinander vereinen lassen.
Besucher können auf dem Messestand 150 in Halle 3 das Gespräch mit den Plasmaexperten suchen und die Openair-Plasma Technologie und die Behandlung von Kunststoffen live erleben. Das Unternehmen bringt verschiedene Kunststoffe nach Nürnberg mit, die mit einem Plasmasystem vor Ort aktiviert werden. Auch der Nachweis der Plasmabehandlung und die Erhöhung der Oberflächenenergie auf dem Kunststoff wird direkt live nachgewiesen. Besucher können sich also von der Funktionalität und Wirksamkeit der Plasmabehandlung überzeugen.