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JEC 2026: Zuverlässige Haftung von Verbundwerkstoffen mit Plasmatechnologie

Mit Druckluft und Strom zur verbesserten Verarbeitung von Leichtbaumaterialien

Auf der JEC World 2026 präsentiert die Plasmatreat GmbH vom 10.-12. März 2026 in Paris in der Halle 5 auf Stand G65 seine Plasmatechnologie für die industrielle Vorbehandlung von Verbundwerkstoffen. Im Fokus stehen die Anwendungen dieser Technologie in der Luft- und Raumfahrt, im Automobilbau sowie in weiteren Industrien, in denen faserverstärkte Kunststoffe und hybride Materialsysteme zunehmend eingesetzt werden. Besucher können vor Ort erleben, wie CFRP- und Thermoplast-Bauteile mit Plasma für nachfolgende Prozesse wie Kleben, Lackieren oder Abdichten vorbereitet werden. Die Plasmatreat GmbH, mit Hauptsitz in Steinhagen, Deutschland, ist führend auf dem Gebiet der Entwicklung und Herstellung der industriellen Plasmatechnologie, ob unter Atmosphärendruckbedingungen oder im Niederdruck.

Herausforderungen bei der Verarbeitung von Verbundwerkstoffen
In der Luft- und Raumfahrt sowie in der Mobilitätsindustrie werden zunehmend leichte Verbundwerkstoffe wie carbonfaserverstärkte Kunststoffe (CFRP), Thermoplaste und Hybridstrukturen eingesetzt, um Gewicht zu reduzieren und Effizienz sowie Leistungsfähigkeit zu steigern. Diese Materialien weisen jedoch oftmals eine geringe Oberflächenenergie auf, was die zuverlässige Haftung von Klebstoffen, Beschichtungen und Dichtstoffen erschwert. Eine gezielte Vorbehandlung der Oberflächen vor der Weiterverarbeitung ist daher unerlässlich.

Konventionelle Verfahren wie mechanisches Schleifen oder der Einsatz chemischer Primer stoßen bei großen oder geometrisch komplexen Bauteilen häufig an ihre Grenzen, sind aufwendig zu kontrollieren und zu automatisieren, zeitintensiv und mit Umwelt- sowie Arbeitsschutzauflagen verbunden.

Plasmatechnologie zur Reinigung, Aktivierung und Beschichtung
Die Openair-Plasma Technologie von Plasmatreat arbeitet unter Atmosphärendruckbedingungen und ermöglicht eine selektive, reproduzierbare Oberflächenreinigung und -aktivierung ausschließlich mit Druckluft und elektrischer Energie. Dabei werden organische Verunreinigungen entfernt und die Oberflächenenergie gezielt erhöht, ohne die grundsätzlichen Materialeigenschaften zu verändern. Eine neue Anwendung im Openair-Bereich ist HydroPlasma, bei der destilliertes Wasser in den Plasmastrahl eingebracht wird, um organische und anorganische Rückstände effektiv und zuverlässig zu entfernen, ohne die Materialoberfläche zu schädigen.

Ergänzend zur atmosphärischen Plasmabehandlung setzt Plasmatreat in der Luft- und Raumfahrt auch auf seine Niederdruckplasmatechnologie Aurora-Plasma, wenn eine besonders gleichmäßige und vollflächige Behandlung erforderlich ist. In geschlossenen Vakuumkammern werden komplexe und großformatige Bauteile unter definierten Prozessbedingungen homogen gereinigt und aktiviert. Das Verfahren eignet sich insbesondere für strukturrelevante Komponenten, bei denen hohe Anforderungen an Reproduzierbarkeit, Prozessstabilität und Qualitätssicherung gestellt werden.

Mit der PlasmaPlus Technologie lassen sich im Atmosphärendruck, aber auch im Niederdruck, nanodünne funktionale Schichten aufbringen, die beispielsweise als umweltfreundlicher Haftvermittler eingesetzt werden können und eine Alternative zu konventionellen chemischen Primern darstellen. 

Prozesssicherheit und Qualitätssicherung
Bei der industriellen Verarbeitung von Leichtbaumaterialien spielen Qualitätssicherung und Reproduzierbarkeit der Behandlung für Hersteller eine wichtige Rolle. Plasmatreat setzt hierfür die eigens entwickelte Plasma Control Unit (PCU) ein, mit der relevante Prozessparameter wie Plasmaleistung, Gasfluss, Temperatur und Behandlungsgeschwindigkeit kontinuierlich überwacht und dokumentiert werden. Dies ermöglicht eine gleichbleibende Behandlungsqualität, unterstützt die Qualitätssicherung und erleichtert die Integration der Plasmatechnologie in automatisierte Produktionslinien sowie in qualifizierte Fertigungsprozesse.

Plasma Live-Demonstration auf der JEC World
Auf dem Messestand in Paris zeigt Plasmatreat in Halle 5, Stand G65 unter anderem die Openair-Plasma Behandlung live. CFRP- und weiteren Verbundwerkstoffmaterialien aktivieren die Plasmaexperten vor den Augen der Besucher. Der Effekt der Plasmaaktivierung und die mit der Behandlung einhergehende erhöhte Benetzbarkeit wird mit verschiedenen Methoden sichtbar gemacht. Die Demonstrationen zeigen, wie sich Haftungsprozesse bei Kleben, Lackieren oder Abdichten auch bei komplexen Bauteilgeometrien stabilisieren lassen. Besucher sind eingeladen auch konkrete Anwendungsfälle für Openair-Plasma oder Aurora-Plasma mit den Plasmaexperten direkt vor Ort zu besprechen. 

Breites Anwendungsspektrum der nachhaltigen Technologie
Die Plasmatechnologie von Plasmatreat wird bereits entlang der gesamten Wertschöpfungskette in z.B. der Luft- und Raumfahrt eingesetzt – von Triebwerks- und Strukturbauteilen über Rumpf- und Flügelkomponenten bis hin zu Innenraum- und Funktionsteilen. Sowohl großflächige Behandlungen als auch selektive Anwendungen, etwa in Klebenuten, sind realisierbar. Die verbesserte Haftung trägt zur Erhöhung der Beständigkeit gegenüber Korrosion, Erosion und mechanischer Beanspruchung bei und kann die Lebensdauer von Beschichtungen verlängern.

Die Plasmaprozesse von Plasmatreat kommen ohne Lösungsmittel oder VOCs aus, erzeugen keinen gefährlichen Abfall und lassen sich in bestehende Produktionsumgebungen integrieren. Damit erfüllen sie zentrale Anforderungen der Industrie an Umweltverträglichkeit, Automatisierbarkeit und Prozessstabilität bei der Verarbeitung moderner Verbundwerkstoffe.

Besuchen Sie Plasmatreat auf Stand G65 in Halle 5.